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Thomas Schlesier
   

Montag, 06.12.2004
Weil ich seit Monaten Husten habe und befürchte dass dieser chronisch werden könnte, entschließe ich mich endlich zu einem Arztbesuch, leider viel zu spät, wie sich später herausstellte.
Der Arzt untersuchte mich und tat aus heutiger Sicht dass einzig richtige. Er überwies mich an das Krankenhaus zum Röntgen. Eigentlich wollte ich nicht zum Röntgen. Durch einen Zufall entschloss ich mich jedoch, das Röntgen war zu nehmen. Der behandelnde Arzt besprach mit mir mein Röntgenbild und empfahl dringend weitere Untersuchungen. Ein TBC Schnelltest wurde durchgeführt. Habe mit Rauchen aufgehört.

Dienstag, 07.12.2004
Im Wildeshauser Krankenhaus wurde eine Bronchoskopie durchgeführt. Die Befundbesprechung sollte in einigen Tagen erfolgen.

Montag, 13.12.2004
Ich bin mir nicht mehr sicher ob das Datum richtig ist, jedenfalls wurde aufgrund des Befundes Histiozytose X bei mir vermutet. Diese Diagnose war auch nicht besonders angenehm. Aus heutiger Sicht wäre dies jedoch ein Kinderspiel. Der Arzt überwies mich nun in das Klinikum Bremen Ost zu einem Professor und Lungenspezialisten.

Mittwoch, 15.12.2004
Einer meiner schrecklichsten Tage und der erste Tag an dem ich, seit vielen Jahren, wieder einmal weinen mußte. Ohne meine Freunde die Dekkers hätte ich diesen Tag wesentlich schlechter überstanden.
Geplant war ein kurzer Besprechungstermin beim Herrn Professor. Nach dem er meine Röntgenaufnahmen sah und mir mitteilte dass es sich hierbei um einen sehr schweren Befund handelte, mußte ich noch verschiedene Lungentest's durchführen, Röntgenaufnahmen, Blutentnahme und eine Bronchoskopie. Letztere war die Hölle! Ich Idiot verlangte sie ohne Narkose druchzuführen, was ein schwerwiegender Fehler war. Die physische und psychische Belastung des heutigen Tages und der letzten Tage brachten mich an den Rand meiner Belastungsgrenze.

Dienstag, 21.12.2004
Besprechungstermin beim Professor und Auswertung der Proben. Zum Glück begleitete mich Uwe. Ohne ihn hätte ich es auch diesmal sehr schwer gehabt. Der Professor teilte mir den Befund mit: Lungenkrebs im fortgeschrittendem Stadium.

In den nächsten Tage hatte ich mehrere organisatorische Dinge zu erledigen. Das ging vom Steuerberater, über die Bank bis hin zu Versicherungen. Eine streßige Woche!

25.12.2004 1. Weihnachtstag
Claudia muß zum Arzt. Schon seit Wochen klagte sie über Schmerzen. Untersuchungen schob sie jedoch immer herraus, bis es dann nicht mehr ging. Nun stellte man fest, dass es sich um Gallensteine handelte. Genau genommen um mindestens drei in der größe ab 1,5 cm. Aua! Der Arzt hätte sie am liebsten gleich ins Krankenhaus überwiesen, dies wollte Claudia natürlich nicht. Schließlich ist ja Weihnachten. Wir entschlossen uns gemeinsam am 27.12. zu gehen.

vom 27.12. bis 30.12.2004
Das erstemal nach über 25 Jahren mußte ich in ein Krankenhaus. Station 53, diese Station wird wohl noch öfters mein zu Hause sein. Auf jden Fall habe ich während dieser Zeit sämtliche Maschinen und Apparaturen kennen gelernt mit denen Mediziner in den menschlichen Körper blicken können. Das Ergebnis dieser Tage: Krebs auch in den Knochen und für mich besonders beängstigend auch im Gehirn.
Wenigstens durfte ich heute nach Hause.

Freitag, 31.12.2004 Silvester
Wir haben zu Hause gefeiert. Den Kindern habe ich gestern Abend erklärt das ich krank bin. Ich nahm dafür Jonas sein neues Weihnachtsgeschenk zur Hilfe, ein Buch über den menschlichen Körper. Natürlich habe ich sie Vorsichtig herangeführt und noch nicht alles erzählt.

   
   

Dez 2004 :: 

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